Der Wandel der Aufgabenverteilung
Wie werden Aufgaben an Mitarbeiter verteilt? Diese Frage klingt einfach, aber die Antwort hat sich über die Jahrzehnte grundlegend verändert. Von der zentralen Zuweisung über die Vorklärung bis hin zur Selbststeuerung.
Im Service treten prinzipiell verschiedene Interessensphären aufeinander:
Am effektivsten wird bei Interessengleichheit gearbeitet. Das ist der Schlusselpunkt: Wenn die Interessen aller Beteiligten übereinstimmen, entsteht maximale Effizienz.
Ein Disponent nimmt die Störungsmeldung entgegen, erledigt die Auftragsvorbereitungen und beauftragt einen Techniker. Der Techniker hat keine Wahl - er bekommt seinen Auftrag zugewiesen.
Problem: Der Disponent ist der Flaschenhals. Die Interessen des Technikers spielen keine Rolle.
Viele Einsätze werden durch Ferndiagnose vermieden oder verkürzt - das reduziert Kosten deutlich. Ein Call Center klärt die Störung beim ersten Anruf komplett. Nur Aufträge, die wirklich einen Einsatz vor Ort erfordern, werden an Techniker disponiert.
Besser, aber immer noch: Der Techniker bekommt seinen Auftrag zugewiesen.
Bei der Disposition über eine Auftragsbörse disponiert sich ein Servicetechniker selbst. Er wägt flexibel seine eigenen Interessen mit denen seiner Partner ab.
Je schneller ein Einsatz erledigt wird und je zufriedener der Kunde ist, desto höher steigt das Punktekonto des Technikers.
Die Firma wahrt ihre Interessen, indem Aufträge nach verschiedenen Gesichtspunkten bewertet werden: Dringlichkeit, Konkurrenzsituation, Bedeutung des Kunden, und mehr.
Zukünftig wird eine Vielzahl verschiedener, miteinander konkurrierender Steuerungsmechanismen für die Börsendisposition existieren. Insbesondere nach richtiger Einführung und bei sensibler Anwendung wird der Service schneller, dynamisch steuerbar und effizienter.
Diese Selbststeuerung ist heute als Software verfügbar:
GoodPoints ausprobieren →Originaltitel: "Disposition von Servicetechnikern - gestern, heute, morgen" von Dr.-Ing. Walter Tritt. Weitere Publikationen unter www.scwt.de.