Wissen
Entwicklung großer Dienstleistungsorganisationen
Organisationen entstehen, wachsen und veraendern ihre Form. Von starren, zentralen, hierarchischen Strukturen veraendern sich Organisationen zu einer Gruppierung autarker Segmente und Dienstleister, die sich gegenseitig unterstuetzen.
Verkauf von Hardware war der Beginn. Produkte, Systeme und Anlagen wurden an Kunden in Regionen verkauft. Stoerungen traten auf, Service und weitere Dienstleistungen wurden erforderlich. Regionale Vertriebs- und Serviceorganisationen entstanden.
Regionen erhielten zentrale Dachorganisationen. Reiner Entstoerungsservice wandelt sich zu umfassenden Dienstleistungen: Erweitern, Ergaenzen, Betreiben, Finanzieren, Leasen, Ausbilden, Beraten gehoeren dazu.
Unter verschiedenen Gesichtspunkten wurden regionale Einheiten unter mehr oder weniger straffer Fuehrung einer Zentrale gestellt. Argumente sind u.a.: eine gemeinsame strategische Ausrichtung, Zusammenfassung von Mehrfachaetigkeiten an einer Stelle, dadurch Reduzierung von Mehrfachaufwand. Beispiele sind Rechenzentren, Staebe, Einkaufsorganisation. Kosten werden reduziert.
In Maerkten mit überschaubaren konstanten Kunden und Marktsegmenten greifen die Vorteile zentraler Organisation.
Die Kompetenz und der Überblick einzelner wird reduziert. Der Einzelne wird zur Nummer im System. Mechanistische Erscheinungen treten auf. Menschlich flexible, spontan lebendige Arbeitsweisen haben keinen Naehrboden. Sie werden durch einheitliche Regeln, Verfahren, Richtlinien und Anweisungen unterdrueckt.
Die Komplexitaet steigt und fuehrt zu verringerter Handlungsfaehigkeit bei neuen Situationen. Stete neue Situationen sind aber in sich rasch aendernden Maerkten eher die Regel als die Ausnahme.
Wissen ist an vielen Stellen vorhanden. Es gibt kein gemeinsames Machtzentrum. Einzelne Segmente bedienen, bearbeiten und erschließen eigene Maerkte. Marktsegmente sind sowohl innerhalb als auch ausserhalb des neuronalen Verbundes. Kunden werden individuell und fokussiert bedient. Benötigte Leistungen werden sofort, individuell und flexibel auf die jeweiligen Kundenbeduerfnisse ausgerichtet.
Die personelle Staerke einzelner Segmente reicht von Bereichen mit weit über 100 Mitarbeitern, über kleinere Gruppen und Teams, bis zu einzelnen Individuen. Einzelne Segmente sind überschaubar und durch jedes Mitglied direkt zu beeinflussen. Individuen gestalten und verantworten ihre Taetigkeit in Abstimmung mit anderen Kollegen des Segments und sind ein wichtiges Element.
Einzelne Segmente bieten einzigartige, individuelle Dienstleistungen. Uniforme Vorgehensweisen wie sie bei zentraler Organisation auftreten, existieren nicht. In neuronal arbeitenden Organisationen muss jedes einzelne Segment begeisternde Leistungen bieten.
Wenige, einfache, anerkannte und akzeptable Regeln sind vorhanden. Beispielsweise hat jedes Segment mit einem beiderseits frei waehlbaren Kontrollsegment zusammenzuarbeiten. Es muessen im Verbund jeweils mehrere autarke Kontrollsegmente vorhanden sein. Sie kontrollieren die mit ihnen zusammenarbeitenden Segmente und berichten deren Ergebnisse dem Eigentuemer.
Eigentuemer haben damit eine indirekte, aber hochwirksame, steuernde Einflussmöglichkeit.
Es stellt sich die Frage, ob solche neuronalen Organisationsverbuende eine Existenzgrundlage haben. Sie muessen effizienter sein als einzelne autarke Firmen.
Existenzberechtigung existiert, wenn ein Verbund eine bessere Plattform für Personal und Kommunikation bietet, als es ausserhalb möglich ist.
Neuronale Verbuende ermöglichen prinzipiell verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zur Zusammenarbeit beliebiger Segmente. Die Kombinationsmöglichkeiten sind insgesamt umfangreich:
Ein Blick in Entwicklungen der Natur zeigt, dass sich hier ebenfalls neuronale Strukturen bilden. Die zeitlichen Dimensionen in der Natur sind groesser als in von Menschen geschaffenen Maerkten und Organisationen.
Die hier dargestellte Möglichkeit einer neuronalen Organisationsform ist zukunftsweisend. Organisationen entwickeln sich in diese Richtung.
GoodPoints setzt dieses neuronale Prinzip um:
GoodPoints entdecken →Original: "marginal regional zentral neuronal - Entwicklung großer Dienstleistungsorganisationen" von Dr.-Ing. Walter Tritt. Weitere Publikationen unter www.scwt.de.